Firmung
Eine Möglichkeit zum Erklären: Die Firmung vollendet die Taufgnade. Sie ist das Sakrament, das den Heiligen Geist verleiht, um uns in der Gotteskindschaft tiefer zu verwurzeln, uns fester in Christus einzugliedern, unsere Verbindung mit der Kirche zu stärken, uns mehr an ihrer Sendung zu beteiligen und uns zu helfen, in Wort und Tat für den christlichen Glauben Zeugnis zu geben. Taufe und Firmung gehören eng zusammen. Bei der sakramentalen Aufnahme Erwachsener in die Kirche werden Taufe und Firmung in einer Feier gespendet.
Wem das aber zu kompliziert ist: In der Taufe habt ihr bzw. Eure Eltern und Paten das Leben ganz besonders in Gottes Hände gelegt. Von Zeit zu Zeit braucht es aber auf diesem Lebensweg eine Stärkung (Akkus müssen auch irgendwann mal geladen werden). Die Firmung will eine solche Stärkung sein, in einer Zeit, in der aus Kindern Jugendliche und junge Erwachsene werden. Der Heilige Geist ist so etwas wie die göttliche Kraft die uns stärkt. Übrigens heißt "firmare" übersetzt nichts anderes als "stärken
Konzeption Firmpastoral
Grundlagen und Verantwortlichkeit
Die Firmpastoral der Pfarrei Davos orientiert sich an den Vorgaben der Diözese Chur (Orientierungsrahmen zur Firmpastoral in seiner jeweils aktuellen Fassung, Pastorale Leitlinien).
Die Firmkatechese in der Pfarrei Davos wird von einem Hauptamtlichen des Pastoralteams, in Absprache mit dem Pfarrer, oder vom Pfarrer selbst verantwortet. Der katechetische Teil der Firmvorbereitung findet auf Ebene des Religionsunterrichts an der Oberstufe ( 9. Schuljahr) und den Gymnasien statt.
Organisation allgemein
Der Hauptamtliche bemüht sich gemeinsam mit dem Pastoralteam um die Erarbeitung des Firmprogramms, damit eine zeitgemässe jährliche Firmpastoral durchgeführt werden kann, die den Jugendlichen Freude und positive Erfahrungen mit Glauben und Kirche ermöglicht.
Art und Umfang des Firmweges sind verbunden mit ausserschulischen Projekten.
Ziele
- Die 15/16 Jahre alten Jugendlichen nehmen freiwillig an der Firmkatechese teil.
- Die Firmkatechese ermöglicht es den Jugendlichen ihren Kontakt zur Kirche / den Gemeinden (neu) zu intensivieren (u.a. Gottesdienste auf dem Firmweg).
- Die Jugendlichen lernen Orte, Zeiten und Zeugen des Glaubens kennen (z.B. Menschen in den Gemeinden, KatechetInnen, Klöster).
- Die Jugendlichen finden Zeit und Raum, ihren Glauben zu reflektieren.
- Die Jugendlichen lernen andere glaubende Jugendliche kennen (auf Ebene der Pfarrei, im Dekanat oder z.B. bei der Firmreise).
- Teilnahme an gemeinsamen Veranstaltungen
- Kennenlernen der Grunddienste der Kirche (z.B. in den Projekten)
- Die Gemeinden unterstützen Eltern und Paten bei der Begleitung ihrer Jugendlichen auf dem Weg zur Firmung.
Zeitliche Struktur:
- 1 Jahr vor der Firmung: Konzept wird erstellt, Absprachen mit Verantwortlichen und Gremien
- Absprachen mit möglichen KatechetInnen (frühzeitig)
- Einladung / Informationen an Eltern, ca. 11 Monate vor der Firmung
- Informationstreffen für Jugendliche und Eltern, ca. 10 Monate vor der Firmung
- Start des Firmweges, ca. 9 Monate vor der Firmung
- Firmweg (Start bis Firmtermin)
- Angebote nach der Firmung (z.B. Fahrten und Projekte im Folgejahr, Jugendarbeit, Jugendraum)
Zusammenfassung
Mit diesem Konzept sollen die oben genannten Ziele verwirklicht werden. Insbesondere die Grunddienste der Kirche (Liturgie: z.B. Gottesdienste, Martyrie: z.B. Klosterbesuche, Diakonie, z.B. Projekte) sollen für die Jugendlichen erfahrbar sein. Die Jugendlichen gehen ihren Weg eigenverantwortlich und stellen sich aus dem vorhandenen Angebot an Katechesen und Gottesdiensten ihren Weg selbst zusammen (Wahl- und Pflichtteile).
Als Voraussetzung für die Firmspendung wird die Teilnahme am Pflichtprogramm verstanden. Jugendliche, die einen intensiveren Weg gehen möchten, werden hierbei unterstützt.