Festmesse zum 100. Jubiläum der Ereignisse von Fatima

Am 13. Mai 2017 feiert die Kirche den 100. Gedenktag der ersten Erscheinung der Mutter Gottes von Fatima. Drei Hirtenkindern, Lucia, Jacinta und Francisco durften auf übernatürliche Weise mit Maria in Kontakt treten. Betrachtet man die Begebenheiten rund um die Erscheinungen, so ist ferner festzustellen, dass die Geschichte von Fatima schon ein Jahr früher, im Jahr 1916, begann.

An einem Frühlingstag im Jahre 1916 erschien den drei portugiesischen Hirtenkindern während dem Schafhüten ein Engel, welcher von den drei Kindern als sehr schön beschrieben wurde. Der Engel stellte sich als der Schutzengel von Portugal vor. Zwei weitere Male erschien dieser den Kindern, um sie immer tiefer in die spirituelle Welt, den Glauben und in das Gebetsleben einzuführen. Dies geschah nicht ohne Grund. Die Kinder wurden auf eine grössere Begegnung mit der übernatürlichen Welt vorbereitet, der Begegnung mit der Mutter Gottes.

Um die Mittagsstunde des 13. Mais 1917 erblickten Jacinta, Lucia und Francisco eine in strahlend weiss gekleidete Frau. Sie erschien den Kindern in den darauf folgenden sechs Monaten, jeweils am 13. Tag des Monats. Die Kinder waren durch die Erscheinungen überrascht aber weder mit Angst, noch mit Schrecken erfüllt. Maria forderte die Kinder konkret auf, jeden Tag den Rosenkranz zu beten, damit der Friede in die Welt zurückkehrt und der Krieg, in dem Europa stand, ein Ende nimmt. Weiter wurden die Kinder von Maria gebeten, dass Russland ihrem unbeflecktem Herzen geweiht werden soll und jeden ersten Samstag im Monat Sühnekommunionen zu halten.

Die Erscheinungen erfolgten nicht ohne Widerstand. Die atheistische Staatsmacht fühlte sich durch die drei Kinder und die Erscheinungen dermassen angegriffen, dass die Seherkinder entführt, von Eltern getrennt, eingesperrt und unter Drohung von Folter verhört wurden. Kurz zuvor wurden im ganzen Land konfessionelle Schulen geschlossen, öffentliche Gottesdienste verboten und Klöster aufgehoben. Dennoch wurden die drei Kinder freigelassen.

Die Nachricht von den Marienerscheinungen in Fatima verbreitete sich in Windes Eile und zog Leute aus allen sozialen Schichten an. Menschen aus dem Adel und gleichermassen Bauern wollten mit den Kindern sprechen, sie um Rat fragen und um Heilung bitten. Am 13. Oktober 1917 kam es zur sechsten und letzten Erscheinung. Schon den ganzen Tag regnete es heftig. Trotz der schlechten Witterung fanden schätzungsweise 70‘000 Menschen den Weg zu den Kindern und beteten den Rosenkranz. An diesem Tag kam es zum berühmten Sonnenwunder von Fatima. Viele wurden an diesem Tag schlagartig geheilt und Menschen, die den Glauben bekämpften, fanden zum Glauben zurück.

Egal zu welcher Zeit und an welchem Ort sich die Mutter Gottes zeigt, eines fällt auf. Sie bittet immer um das Gebet, speziell das Rosenkranzgebet. Sie ermutigt die Menschen zu einer persönlichen Umkehr, zu einer Umkehr der Herzen, welche in eine tiefere Beziehung zu Jesus mündet. Wo sich Maria zeigt, wo sie verehrt wird, verbreitet sich eine Atmosphäre des Friedens und der Freude. Wo Maria ist, da ist Frühling, Aufbruch und Frieden.

Der selige Papst Paul VI., der heilige Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. besuchten Fatima. In Kontinuität zu seinen Vorgängern, wird dieses Jahr auch Papst Franziskus nach Fatima reisen und die Geschwister Francisco Marto und Jacinta Marto heiligsprechen.

So wollen auch wir unsere Pfarreien, unsere Familien und unsere eigenen Herzen der gnadenvollen Liebe und Barmherzigkeit Gottes anvertrauen und unsere Gottesmutter Maria um ihre Fürbitte anrufen. Möge uns Maria an die Hand nehmen und uns unter ihren Schutzmantel stellen, wo wir in den Stürmen unserer Zeit Zuflucht finden.

Herzliche Grüsse

Diakon Martin Filipponi

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