Ein Engel für die Marienkirche

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Am vergangenen Mittwoch fand mit dem Anbringen des Kreuzes auf dem Turm der katholischen Marienkirche der letzte grosse symbolische Akt der laufenden Renovationsarbeiten statt. Im Zuge der Turmsanierung, die diesen Sommer erfolgte, wurde das alte Kreuz inklusive Kugel und Wetterhahn entfernt. «Insbesondere Carlo Minelli investierte viel Arbeit in die Instandstellung des Turmaufbaus. Dabei wurde die Kugel mit Blattgold vergoldet, das Kreuz neu angefertigt, und der Wetterhahn wurde durch eine Figur des Erzengels Michael ersetzt», erzählt Michael Segessenmann, Leiter des Pfarrsekretariats. Beim Auseinandernehmen des alten Kreuzes habe ich gezeigt, dass dieses im Innern zu rosten begonnen habe und ein Ersatz deshalb der richtige Schritt war. «Solche Schäden sieht man aber erst, wenn man die Konstruktion auseinandernimmt.» In der Kugel befinde sich auch wieder eine Zeitkapsel, in der verschiedene historische und zeitgenössische Dokumente für die Nachwelt aufbewahrt werden. Parallel zu diesen Arbeiten wurde auch am Turm selbst viel gearbeitet (siehe DZ vom 15. Juni). So wurde der Holzstamm, auf dem das Kreuz montiert gewesen sei, mit einem sogenannten «Schuh» ummantelt. So soll gemäss Segessenmann verhindert werden, dass Wasser in die Holzkonstruktion eindringe. Denn genau dies sei in der Vergangenheit passiert.

Vergangene Woche sei dann die Montage erfolgt. «Das Ganze lief sehr speditiv und konnte in wenigen Minuten abgewickelt werden», berichtet der Sekretariatsleiter. Geschuldet sei dies auch dem Wetterglück gewesen.

Für die gesamten Arbeiten am Turm habe man zwei Wochen länger gebraucht als geplant – was aber angesichts eines solch alten Gebäudes eine sehr geringe Verzögerung sei. Nun könne das Gerüst am Turm abgebaut werden, sodass beim Einweihungsfest am 1. Oktober der Turm wieder in seiner vollen Pracht gezeigt werden könne. «Im ersten halben Jahr wird das neue Kupferdach sicherlich noch speziell leuchten, ehe es dann im Winter zu oxidieren beginnt», verspricht Segessenmann.

Aus der Davoser Zeitung, 12. September 2023 von Andri Dürst

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