Red Week: Solidarität mit verfolgten Christen
Die Marienkirche leuchtet rot
Die Idee der „Red Week“ („Rote Wochen“) entstand 2015 beim internationalen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN)“ in Brasilien. Mittlerweile beteiligen sich viele Kirchen weltweit an dieser Aktion, die auf das Schicksal verfolgter Christinnen und Christen aufmerksam macht. In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein fand die Premiere 2021 statt – seither erstrahlen jedes Jahr zahlreiche Kirchen in rotem Licht, darunter auch die Kathedralen von Chur, Sitten, Vaduz und Lugano und eben die Marienkirche in Davos.
Vom 15. bis 23. November 2025 findet die Red Week erneut statt, mit 171 Kirchen die in der Schweiz Rot beleuchtet werden. Die Red Week ist eine Gebets- und Gedenkwoche für verfolgte und bedrängte Christen. Pfarreien und Einzelpersonen sind eingeladen, in dieser Zeit für verfolgte Christen zu beten und das Thema Religionsfreiheit zu thematisieren. Weltweit leben zwei Drittel der Menschheit – rund 5,5 Milliarden Menschen – in den 62 Ländern, in denen die Religionsfreiheit eingeschränkt ist. Die kath. Pfarrei Davos möchte durch das rote Beleuchten der Marienkirche ihre Solidarität mit den verfolgten Menschen und Christen zum Ausdruck bringen.
Erschreckende Zahlen und Entwicklungen
Ivo Schürmann vom Hilfswerk „Kirche in Not“ erinnert daran, dass Christen heute in vielen Teilen der Welt unter Druck stehen – sei es durch dschihadistischen Terror, autoritäre Regime oder nationalistische Bewegungen, die das Christentum als „kulturfremd“ betrachten. Auch die digitale Christenverfolgung nimmt stark zu – mit China an vorderster Front. Nach aktuellen Berichten internationaler Beobachter – darunter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) – ist die Zahl der Hassverbrechen gegen Christen und christliche Einrichtungen in den letzten Jahren weiter gestiegen.
„Kirche in Not“ schätzt, dass weltweit rund 413 Millionen Christinnen und Christen wegen ihres Glaubens Diskriminierung, Bedrängnis oder Verfolgung erleiden müssen. 5000 Christen wurden 2024 nur wegen ihrer christlichen Religion getötet und 15 000 Kirchen aller Konfessionen angegriffen. Nicht alle werden „blutig verfolgt“, doch viele leben unter Bedingungen, die ihr alltägliches und religiöses Leben massiv beeinträchtigen. Vertreibung, Entführung, Ausbeutung, sexueller Missbrauch, Attentate, Rechtsnachteile, Polizeigewalt, Gefängnis, Berufsverbote, Bildungsnachteile und vieles Weitere werden aufgezählt. Beten wir daher für die Verfolgten und setzen wir uns für die Religionsfreiheit bei uns und in der Welt ein.